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Raven ist ein Einhornhengst mit dunkellilanen Fell, schneeweißer Mähne und Schweif. Sein Cutiemark stellt die Silhouette ein schräg herabstürzenden Raben dar. Er trägt eine blaue Augenbinde, was ihn offensichtlich blind erscheinen lässt. Dem ist aber nicht ganz so …


Geschichte

Wenn in  seiner Heimat Sylvanos von Raven gesprochen wird, so wird er stets nur als “der Sonderling” bezeichnet. In der Tat ist er kein gewöhnliches Einhorn. Es fängt schon damit an, dass Raven ohne Augen geboren wurde - seine Augenhöhlen sind leer, er trägt die Augenbinde, weil das für andere ein zu unheimlicher Anblick ist. Er sieht die Welt durch eine nebelhafte spektrale Weiße. Er besitzt die angeborene Fähigkeit, Seelen zu sehen. Sie erscheinen ihm als bläulich leuchtende Lichter. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Seelen sich noch in dem Körper des Individuums befinden, oder ob diese von der irdischen Hülle gelöst sind - sowohl als auch erkennt er sie auf dieselbe Art. Er ist sogar in der Lage, mit ihnen zu kommunizieren.

Diese sonderbare und unheimliche Fähigkeit ist aber nicht alleine der Grund dafür, wieso er ein Außenseiter ist und von vielen gemieden wird. Vielmehr hat es mit seinem Erbe zu tun, auf dem seine Fähigkeit zurückzuführen ist. Er ist ein Nachkomme von Mahr dem Nekromanten, jenem Einhorn, das den Fluch herbeigeführt hat, der über Sylvanos liegt. Als Raven akzeptierte, dass er wegen diesen Eigenschaften wohl niemals richtige Freunde finden würde, wandte er seine Aufmerksamkeit voll und ganz den ruhelosen Seelen der Verstorbenen zu, die es begrüßen, dass es jemanden gibt, der mit ihnen reden kann. So entstand für ihn ein Teufelskreis, der ihn immer mehr zu einem einschüchternden Sonderling machte, dem man lieber aus dem Weg geht.

Als er alt genug war, wurde er gezwungenermaßen von der Seelenwacht einberufen, wo seine Fähigkeiten von großem Nutzen sein sollten.

Während 13 Schicksale

Als Dawn und die Mane Six sich bereit erklärten, im Seelental nach der dort vermuteten Moth Skull zu suchen, wird Raven beauftragt, sie zu führen. Während dieser unheimlichen Wanderung erzählt er den Freunden einiges über sich, seinem Erbe und seiner Vergangenheit. Zu seiner Überraschung reagieren sie ihm gegenüber nicht mit Abscheu, sondern antworten ihm mit ehrlichem Mitleid und Verständnis. Da ihm dies zuvor nur selten geschehen war, entwickelte er recht schnell eine starke Bindung zu ihnen. Viel Gelegenheit für noch mehr Plausch gab es aber nicht, da sie recht bald auf die ersten ruhelosen Seelen treffen, die in diesem Tal gefangen sind. Zunächst erscheinen sie als Geister, dann als wandelnde Skelette und zuletzt als als halbverweste Sumpfhydra. Während dieser Konfrontation geschieht es, dass Goregoros den Körper von Fluttershy übernimmt und seinen aufgestauten Frust an der Sumpfhydra auslässt. Seine Kampfeswut flaut danach jedoch nicht ab und er fordert Dawn als nächstes zu einem Duell auf. Da Goregoros sich diesmal stärker in Fluttershys Körper festsetzen konnte, hilft es diesmal nichts, ihn mit dem Bannwort “Klappus” zu entmachten. Dawn bleibt nichts anderes übrig, sich ihm zu stellen und in Kauf zu nehmen, dabei Fluttershy zu verletzen. Zu allem Überfluss wird die Gruppe erneut von den ruhelosen Seelen angegriffen. Raven, der sofort erkennt, dass Goregoros in dem Fall das größere Übel ist, entwickelt eine Idee, wie es ihm gelingen könnte, Fluttershy’s Bewusstsein zurückzuholen. Er wagt es, als Goregors unaufmerksam wurde, ihn mit seinem Horn zu berühren und auf telepathische Weise eine Botschaft an Fluttershy zu senden; “Erinnere dich”, lautet sie. Als Fluttershy diese Botschaft empfängt, erwacht sie aus ihrem komatösen Zustand und ihre Erinnerung, sowohl die schönen, als auch die traurigen fließen direkt in Goregoros’ Bewusstsein. Diese Fülle der für ihn fremdartigen Emotionen überfordern ihn dermaßen, dass er sich zurückzieht und Fluttershy wieder ihren Körper überlässt.

Nachdem sich Fluttershy wieder einigermaßen erholt hat, dankt sie Raven mit Tränen dafür, sie aus diesem Albtraum befreit zu haben.

Nach diesem Zwischenfall erreichen die Gefährten ein riesenhaftes Gebilde, das Raven als “Drachentempel” bezeichnet. Dort, einige Stockwerke weiter unten machen sie mit einer geisterhaften Gestalt bekanntschaft, die sich ihnen als Xahator vorstellt. Die Gestalt behauptet von sich, vor langer Zeit eine Gottheit gewesen zu sein. Da sie aber so gut wie in Vergessenheit geraten ist, ist sie im Begriff zu sterben - Götter brauchen den Glauben der Sterblichen an sie, wie ein Sterblicher Essen und Trinken zum Überleben benötigt.

Xahator erwähnt gegenüber den Gefährten auch, dass der “Wettstreit der Götter” im Gange sei, und sie dabei eine wichtige Rolle spielen würden. Bevor Xahator vollends dahinscheidet, überreicht er Applejack ein Geschenk, da er in ihr einen würdigen und fähigen Träger dafür sieht. Von da an sollte “Der Drachenbändiger” Applejacks neuer ständiger Begleiter sein. Nachdem sich Xahator von den Gefährten für immer verabschiedet hat, geht es weiter in die Tiefe.

Im letzten Saal, treffen die Gefährten schließlich auf Moth Skull. Sie kommen zu spät. Moth Skull ist es gelungen, die Mächte des Necrovanums zu entfesseln. Das schiere Kraft der ausgesetzten Magie lässt den Saal erbeben und in sich zusammenfallen.

Eine weitere göttliche Erscheinung taucht auf; eine Gestalt, die wie ein Alicorn in weißer Rüstung und Flügeln aus purem Licht erscheint. Trismegistos, so ihr Name, sagt zu den Gefährten “Nicht heute”, und nur einen Moment später finden sich alle auf einem Hügel wieder, nahe Transsilville.

Über alle Maßen verwirrt, aber froh, das alles überlebt zu haben, machen die Gefährten sich sogleich auf, Fürst Ozzy von Oz Stone zu warnen.

Nach einigen Meinungsverschiedenheiten, Planungen und Vorbereitungsmaßnahmen, steht Raven schließlich, zusammen mit seinen Freunden, in der Schlacht von Sylvanos Seite an Seite mit den Verteidigern, um das Volk zu beschützen. In dieser Schlacht soll er eine sehr bedeutende Rolle spielen.     

Charakter

Obwohl er in seinem Leben vieles hat durchleiden müssen, erscheint Raven gegenüber Dawn und den Mane Six wie ein unkomplizierter und ruhiger Hengst. Es erfüllt ihn mit Freude, jene Seelen, die keine Ruhe finden, zu helfen, den Weg ins Jenseits zu finden. Da ihm die Vergänglichkeit allen Seins bewusster als anderen ist, und er dies akzeptiert, sieht er die Dinge locker und schert sich wenig über das, was man ihm nachsagt.

Zitate

  • „Ich weiß schon, was du sagen willst: Wenn selbst ihr mit euren Augen nicht wisst, wohin der Weg führt, wie soll das dann erst mit einem Sehkrüppel gehen?“
  • „Ein Dämon im Seelental … das ist kein gutes Omen.“

Triva